Moderation

Podiumsdiskussion mit Katharina Saalfrank (9.9.2013)

Zum 9. September 2013 luden wir zu einer Podiumsdiskussion ins Berliner MACHmit! Museum. "Verführung im Supermarkt – wie, wo und wann lernen Kinder eigentlich einzukaufen?" Ein Thema für Eltern von Kindern jeden Alters!

 

Wissen wir eigentlich selbst, wie ein Supermarkt manipuliert? Wissen wir, wodurch wir uns verführen lassen? Welche Signale senden wir unseren Kindern? Oft ganz unbewusst? Und warum zetern so viele Kinder beim Einkaufen?

 

Um ein buntes und vielseitiges Bild an Aussagen zu bekommen, sprachen wir auf dem Podium mit:

von links nach rechts:

Wie steht's eigentlich mit uns?

Und es wurde schnell klar: Nein, wir wissen an vielen Stellen selbst nicht, wie verführbar wir tatsächlich sind. 70 % aller Einkäufe landen aus einem Impuls heraus im Einkaufswagen ... wie sollen wir da unseren Kindern gegenüber transparent sein? Wichtig sei immer wieder, dass wir uns selbst fragen, warum wir etwas von unseren Kindern wollen, auch beim Einkaufen, so Katharina Saalfrank.

 

Wir ertappen uns dabei, dass wir oft keinen "echten Grund" haben. Einfach nur schnell in Ruhe einkaufen wollen. Während wir an anderer Stelle mächtig hinterher sind, dass unsere Kinder Klavier üben oder ihre Hausaufgaben machen.

 

Die 2 Stunden vergingen wie im Flug, unsere vier Gäste hatten auf dem Podium so viel Spaß wie wir – und die rund 50 Gäste diskutierten engagiert mit. Danke!

Die Veranstaltung war nur mit der Unterstützung von Sponsoren möglich. Wir bedanken und ganz herzlich bei der Berliner Stadtreinigung, der Teekampagne sowie einem Verbund von Unternehmen rund ums MACHmit! Museum: Café Berger, Senefelderstraße 4 | popstahl Küchen, Göhrener Straße 1 | Holfeld Friseure, Senefelderstr. 2 | Die Troedelei, Flohmarkt im Kiez, Senefelderstr. 8. Gefördert wurde die Diskussion vom Jugendamt Pankow.

Ihnen allen noch mal ein herzliches Dankeschön!

"Geldgeschichten" (24.8.2013)

Jeder hat seine eigene Geldgeschichte – abwechslungsreich und immer wieder anders. Die Kastanienallee (Berlin Mitte/Prenzl'Berg) auf und ab wimmelt es von Bewohnern und Gewerbetreibenden, die solche Geschichten erzählen können.

 

Drei Menschen mit so einer besonderen Biografie haben wir zu einer Talk-Runde beim Casting-Carrée-Festival eingeladen:

von links nach rechts:

Ist Geld wichtig?

Christian Peitzner-Lloret hatte einen gut bezahlten Anwalts-Job bei einem großen Unternehmen. Irgendwann aber hatte er genug. weiterlesen ...
Er nahm einen Burn-Out zum Anlass, seine Berufung neu zu überdenken, gründete als Erfinder eine GmbH. Ein Ärgernis bei der täglichen Hausarbeit kam ihm dabei zu Hilfe: Peitzner-Lloret löste das Problem des kompromisslastigen Ärmelbügelns – mit Erfolg! Sein erster Clou, der Bügel-Clou, ging schon fast 20.000-mal über den Ladentisch. Er hat das Erfinden für sich gefunden. Klar ist ihm Geld wichtig, weil das Leben einfach Geld kostet. Aber es darf nie so wichtig werden, dass die Lust am "morgens aufstehen" oder gar die Gesundheit in Gefahr geraten. Von seinem mutigen Weg erzählte der frischgebackene Vater.
 
Katja Petrowskaja wurde im Juli 2013 mit dem Ingeborg Bachmann Preis ausgezeichnet. Viel Ehre für eine Autorin, viel Geld auch: 25.000 Euro.weiterlesen ...
Was macht man plötzlich mit so viel Geld? "Menschen bezahlen, die mich seit 10 Jahren unentgeltlich unterstützen!", lachte Katja auf diese Frage. Es sei ein wunderbares Gefühl, auf diese Weise mal etwas zurückgeben zu können. Vor vielen Jahren kam die gebürtige Ukrainerin über Umwege nach Deutschland. Sie arbeitet als Schriftstellerin und Journalistin, veröffentlicht unter anderem in mehreren Zeitungen, darunter die FAZ-Kolumne „Die west-östliche Diva“. Sie ist verheiratet und hat zwei Töchter im Alter von 11 und 14 Jahren. Nicht zuletzt aus dem Familienleben waren ihre erfrischenden Anekdoten – mitten aus dem Leben.
 
Lovis Willenberg legt Platten auf und verkauft sie. Weil ihm das Spaß macht. Und er hat eine Messe für nachhaltigen Konsum ins Leben gerufen. weiterlesen ...
Willenberg ist studierter Diplomingenieur für Landschaftsplanung. Mit Ü30 stellte er sich die Sinnfrage – und stellte fest, dass sein Herz eigentlich einem anderen Ziel folgt. "Seine" Messe ist der mittlerweile regelmäßig in deutschen Städten gastierende Heldenmarkt. Er mache das, weil ihm das wichtig ist – und weil es ihm Spaß macht. Sich einen Job nach finanziellen Kriterien auszusuchen, das findet er Quatsch. "Wenn Du etwas willst und Dir das Spaß macht, dann klappt das auch!"