Ist das unabhängige Verbraucherbildung?

 

T e i l e r f o l g !
 
Ende August 2014 ist zumindest McDonald's nicht mehr in dem Projekt vertreten, das Bündnis für Verbraucherbildung hat auf den großen Druck reagiert. Hier ein Artikel auf spiegel.de.
 

Hier dennoch unser unveränderter Artikel, am Thema hat sich grundsätzlich nichts geändert. Noch immer sind zahllose Unternehmen Einfluss nehmend an dem Projekt beteiligt.

McDonald's soll Ernährungstipps an Schulen geben!

12. März 2013  Es ist der Wille von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU), und es ist leider auch der Wille von Gerd Billen, Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv). "Kinder und Jugendliche müssen sich in der heutigen Welt zurechtfinden", zitiert Spiegel online den 58-jährigen. Das soeben entstandene "Bündnis für Verbraucherbildung" soll diese Aufgabe übernehmen.

Warum wir das bedauern?

 

Weil diesem Bündnis unter anderem Edeka, Rewe und McDonald's angehören. Als Vertreter der Wirtschaft sollen sie im Strategiebeirat des Bündnisses Handlungsempfehlungen mitentwickeln.

 

Im Klartext: McDonald's darf über Ernährung aufklären. Ganz offiziell.

 

Wir erleben an anderer Stelle gerade, wie Versicherungen und Kreditinstitute zur Finanzbildung an Schulen bestellt werden. Wo natürlich jeder Jugendliche den netten Berater in Erinnerung behält, an den er sich zwei Jahre später erinnert, wenn es um eine KFZ-Versicherung oder ein Ausbildungskonto geht.

 

Beteuerungen Gerd Billens, Werbung und Marketing haben im Bündnis keinen Platz, können wir wirklich nur als naiv bezeichnen. Die Liste der Vorteile für PR und Marketing für die Teilnehmer ist lang:

  • Die pure Erwähnung im Bündnis
  • Die Möglichkeit, sich mit der Teilnahme zu schmücken
  • Die Einflussnahme in den Gremien
  • Die psychologische Wirkung bei Kindern und Erwachsenen, das Unternehmen müsse ja etwas von Ernährung verstehen, wenn es Mitglied in diesem Bündnis ist.

 

Wir wollen ganz bestimmt nicht den Hamburger verteufeln. Aber man muss dennoch nicht den berühmten Bock zum Gärtner machen!

 

Was können wir tun?

Wir krempeln die Ärmel hoch und machen selbst was! Wir behalten das Heft des Handelns in der Hand! In der Familie haben wir ganz alleine die Hoheit über das, was wir unseren Kindern vorleben, welche Werte wir Ihnen vermitteln!

 

Die Förderung von Alltagskompetenzen – das muss unser aller Anliegen sein!

 

Machen Sie mit! Zuhause mit Ihren Kindern, draußen als Botschafter unserer gemeinsamen Idee! Und alle zusammen in Workshops und Zusammenkünften!

 

Bitte sagen Sie uns gleich Bescheid, wenn Sie Teil dieser Initiative werden wollen! In welcher Form auch immer. Sie erreichen uns unter

 

030 - 428 00 466  oder  info(at)bricklebrit.net

 

Packen wir's an!

Übrigens ...  Die taz hat McDonald's drei einfache Fragen zu dem Engagement gestellt. Das Unternehmen hat geantwortet – aber nicht auf die Fragen. Lesen Sie's selbst nach, den Link zum Mailwechsel finden Sie weiter unten im Artikel.

Artikel "Ernährungskunde mit McGeld" auf taz online (12.3.2013)

Wer für den vzbv bislang die Resolution „Verbraucherkompetenzen frühzeitig fördern – mehr Verbraucherbildung in die Schulen“ unterzeichnet hat, lesen Sie hier:

Bündnis Unterzeichner.txt
Text Dokument 2.0 KB

Quelle: Deutsche Stiftung Verbraucherschutz online (Stand: 13.3.2013)

http://verbraucherstiftung.de/verbraucherbildung/faq