Ende Februar erhielt Kirstin eine Anfrage von Luca aus dem WDR-Funk-Format „Mädelsabende“. Das Format begleitet junge Frauen beim Erwachsenwerden und greift dabei Themen rund um Körper, Beziehungen, Gesellschaft und persönliche Entwicklung auf.
Für einen Instagram-Slide plante das Team einen Beitrag zum Thema „ADHS-Steuer“ – also den alltäglichen „Preis“, den nicht nur Mädchen und Frauen mit ADHS im Leben zahlen. Im Fokus stand die Frage: Welche konkreten Hebel gibt es, um diese Belastung zu reduzieren?
Kirstin brachte hierzu einen zentralen Ansatz ein, der bewusst mit klassischen Selbstoptimierungsstrategien bricht:
Nicht mehr Energie aufwenden und nicht immer neue Strategien anhäufen – sondern das Gehirn gehirntauglich unterstützen.
Der Beitrag wurde am 28. März 2026 auf Instagram veröffentlicht und ist Teil der kontinuierlichen Aufklärungsarbeit des Formats.
Am 19. März 2026 veröffentlicht die Berliner Morgenpost erneut den Artikel von Annett Conrad zum Thema „ADHS und Geld“ aus dem Jahr 2024. Kirstin hatte sich bereits vor knapp zwei Jahren
mit Frau Conrad ausgetauscht, um auf ein wichtiges Thema aufmerksam zu machen: Menschen mit ADHS sind im Alltag häufiger mit finanziellen Herausforderungen konfrontiert – bedingt durch
Beeinträchtigungen in der Selbstregulation und unsichtbare Hürden, die sich in Impulsivität, Schwierigkeiten in Planung und Problemlösen zeigen können.
Es ist wichtig und richtig, dieses Thema immer wieder öffentlich zu machen, denn auch nach zwei Jahren wissen noch viel zu wenige Menschen, dass es diese unsichtbaren Hürden gibt – und
noch weniger, wie man die Bedingungen so gestalten kann, dass ein besserer Umgang mit ADHS im Alltag, insbesondere bei den eigenen Finanzen, möglich wird.
Workshop für Eltern am Otto-Hahn-Gymnasium Springe – mit Kirstin von bricklebrit
Am 15. November 2025 war Kirstin zu einem Workshop für Eltern der 5. und 6. Klassen des Otto-Hahn-Gymnasiums in Springe eingeladen, um über Finanzkompetenz und finanzielle Bildung in Schule und Elternhaus zu sprechen. Im Nachgang berichtete die Neue Deister Zeitung über den Abend und hob hervor, wie Taschengeld ein hervorragendes Instrument ist, um Kinder früh und bewusst an den Umgang mit Geld heranzuführen.
Im Workshop ging es neben Taschengeld auch um die Initiative der Schule zur Stärkung der finanziellen Bildung. Auf Initiative des Schulelternrates – hier besonders Markus Schmidt – haben sich Gymnasium und Elternvertretung gemeinsam überlegt, wie Schule und Elternhaus zusammenarbeiten können, damit Jugendliche nach Klasse 10 bzw. Abitur die Kompetenzen für ein verantwortungsbewusstes Geldleben besitzen. Ein besonderer Dank gilt außerdem dem Studiendirektor Sebastian Risch, der organisatorische und technische Hürden mit großem Engagement gelöst und aktiv mitdiskutiert hat.
Taschengeld ist ein tolles Instrument, um gemeinsam im Elternhaus den Umgang mit Geld zu üben. Auch wenn Geldgespräche idealerweise schon früher beginnen, bietet es Kindern ab der Schulzeit die Chance, Finanzkompetenz praktisch zu lernen. Im Artikel wird zudem das 3-Gläser-Modell von bricklebrit vorgestellt, das zeigt, wie wir Schritt für Schritt Einnahmen, Ausgaben und Sparen trainieren können.
Wir danken Christian Zett für das informative Gespräch und die Veröffentlichung, sowie dem Otto-Hahn-Gymnasium Springe für die Einladung. Solche Workshops zeigen, wie wertvoll die gemeinsame Arbeit von Schule und Elternhaus ist, um Kinder und Jugendliche frühzeitig auf den verantwortungsvollen Umgang mit Geld vorzubereiten.
Für die Kolumne von Finanzcoachin Daria Lewandowska von Money Sisters mit dem Titel „Finanzen mit ADHS gedacht. Wie dein Gehirn Finanzen beeinflusst“ spricht Daria mit Kirstin über die Zusammenhänge von ADHS und finanziellem Verhalten. Dabei betont Kirstin erneut, dass das Verständnis von ADHS immer der erste Schritt ist – egal ob im Alltag oder beim Umgang mit Geld.
„Nur wer ADHS wirklich versteht, kann Wege finden, gut mit sich selbst umzugehen. Dieses Wissen stärkt und kann einen echten Unterschied im Alltag machen – egal, ob bei Finanzen oder im Alltag. Verständnis ist der Schlüssel, um Chancen zu nutzen und Risiken zu vermeiden.“ – Kirstin Wulf
Jetzt online: Lies den vollständigen Artikel auf Money Sisters: Finanzen mit ADHS gedacht – Wie dein Gehirn Finanzen beeinflusst.
In der Ausgabe 02/2025 des Info-Magazins des LandFrauenverbands Baden-Württemberg e. V. ist ein Interview mit Kirstin Wulf erschienen.
Im Interview erzählt Kirstin von ihren Erfahrungen, wie fehlendes Wissen über ADHS und Selbstregulation oft zu Fehlinterpretationen und schnellen Bewertungen in Familien führt – besonders, wenn mehrere Familienmitglieder eine Diagnose haben. Sie betont die Bedeutung eines Perspektivwechsels: Statt nebeneinander oder gegeneinander zu agieren, können Familien durch Verständnis, Wissen und offene Kommunikation ein unterstützendes Miteinander entwickeln.
Ein weiterer zentraler Punkt: ADHS hat eine hohe genetische Komponente. Wenn Eltern ihr eigenes ADHS erkennen und verstehen, können sie sich selbst besser einordnen, ihre Kinder unterstützen und so ein Gefühl von Zusammenhalt in der Familie fördern. Entscheidend ist dabei nicht, wer „nicht richtig“ ist, sondern wie alle gemeinsam besser verstehen, leben und einander unterstützen.
„Mit ADHS statt dagegen – für ein besseres Miteinander in der Familie.“
Am 11. März 2025 schrieb Mechthild Henneke in der Berliner Zeitung über die Herausforderungen, mit Kindern frühzeitig und altersgerecht über Geld zu sprechen – und warum das Thema heute wichtiger denn je ist. Der Artikel erschien im Vorfeld der Global Money Week 2025.
Auch Kirstin ist in diesem Jahr wieder mit einer Veranstaltung dabei – sie spricht über ADHS und Selbstregulation im Kontext von Finanzverhalten.
Der Artikel kann hier online nachgelesen werden.
Der Beitrag erschien zeitgleich auch in der Frankfurter Rundschau – dort allerdings ausschließlich in der gedruckten Ausgabe.
Danke, liebe Mechthild, für den spannenden Austausch! Schade, dass nicht alle Geschichten Platz finden konnten – aber umso schöner, dass für dieses wichtige Thema überhaupt einmal wieder Raum geschaffen wurde. Vielleicht ist es für einige ein Anstoß, mit Kindern offener über Geld zu sprechen.
Am 10. März 2025 veröffentlichte Deborah Gettmann auf der Plattform ZDFheute einen Artikel zum Thema:
Umgang mit Geld bei ADHS: Tipps zur Finanzplanung für Menschen mit ADHS
Ein herzliches Dankeschön an Deborah Gettmann, die sich in dieses komplexe Thema vertieft und es sichtbar gemacht hat. In Deutschland ist die Verbindung zwischen ADHS und alltäglichen finanziellen Herausforderungen noch weitgehend unbekannt – meist stehen persönliche Geschichten oder einzelne Symptome im Mittelpunkt. Doch wer verstehen will, warum Geldmanagement bei ADHS oft so schwierig ist, muss tiefer blicken: Es geht um Selbstregulation – eine zentrale Fähigkeit, um Probleme zu lösen, Ziele zu verfolgen und im Alltag vorausschauend zu handeln. Wenn diese Fähigkeit beeinträchtigt ist, fehlt die zuverlässige Steuerung – auch und gerade bei finanziellen Entscheidungen.
Genau hier setzt bricklebrit an: Für alle mit ADHS, die etwas verändern wollen – nicht nur, weil Schulden da sind, sondern weil an vielen Stellen im Alltag etwas hakt. Oft fehlt es an Klarheit darüber, wie das eigene ADHS eigentlich wirkt. Deshalb starten wir nicht direkt mit Tipps, sondern mit Wissen: Wir schaffen Überblick, stärken das Verständnis – und erst dann geht es in die Praxis. Und diese braucht mehr als schnelle Lösungen: Sie braucht Struktur, Entlastung und Systeme, die wirklich passen.
Je mehr öffentlich darüber gesprochen wird, desto eher erreicht dieses Wissen diejenigen, die es wirklich brauchen – bevor der Berg an Aufgaben zu groß wird, um ihn allein zu bewältigen.
Und wenn irgendwann auch das Wort „Betroffene“ aus solchen Veröffentlichungen verschwindet – dann feiere ich das doppelt!
7. August 2024: In der Berliner Morgenpost erschien ein Artikel von Annett Conrad, der sich damit befasst, wie Menschen mit ADHS im Alltag besser mit ihren Finanzen umgehen können. Das Thema ADHS und Geld ist komplex – und lässt sich nicht mit ein paar Tipps abhandeln. Umso wichtiger ist es, dass darüber berichtet wird!
Doch die entscheidende Frage lautet: Wie wird berichtet? Nach der Veröffentlichung habe ich mich gefragt: Wie würdet ihr Überforderung mit Geldangelegenheiten und Ordnung bildlich darstellen? Braucht es wirklich Fotos vom „Finanzchaos“?
Bilder, die Chaos oder Panik zeigen, sollen vermutlich den Stress verdeutlichen, den viele Menschen mit ADHS im Umgang mit Finanzen erleben. Doch genau solche Darstellungen verstärken häufig Stereotype – und reduzieren Menschen mit ADHS auf überforderte, unorganisierte Personen. Das kann stigmatisierend wirken und vermittelt ein vereinfachtes, verzerrtes Bild der tatsächlichen Herausforderungen.
Ich wünsche mir eine fundierte und sensible Berichterstattung, die auf klischeehafte Darstellungen verzichtet und stattdessen aufzeigt, wie Menschen mit ADHS Wege finden, ihre Finanzen besser zu verstehen und zu managen. Mir ist wichtig, diese Perspektive öffentlich zu stärken – kritisch, respektvoll und sachlich. Ob das immer gelingt, bleibt offen. Aber ich werde mich weiterhin dafür einsetzen.
2. Januar 2024: Zum Jahresbeginn berichtet die lokale Presse über das Projekt „Papierkram“, mit dem Kirstin gezielt Menschen mit ADHS in Lichtenberg anspricht.
Anlass war die Ankündigung eines Workshops für Lichtenberger:innen mit ADHS, die mehr über ihre neurologische Disposition erfahren und ein tieferes Verständnis für die eigenen Herausforderungen entwickeln wollten.
Ein besonderer Dank gilt Bernd Wähner von der Berliner Woche, der bricklebrit von Anfang an journalistisch begleitet hat. Nach vielen Jahren engagierter Berichterstattung verabschiedet er sich nun in den wohlverdienten Ruhestand – alles Gute für diesen neuen Lebensabschnitt!
Artikel vom 2.1.24
Um die meisten der Dateien öffnen zu können, die wir auf dieser Seite zum Herunterladen anbieten, brauchst Du die Software "Acrobat Reader" von Adobe. Sie ist weltweit verbreitet und kostenlos beim Hersteller zu bekommen:
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